Retinopathie bei Neugeborenen

Rethinopathie bei Neugeborenen (Rop- Retinopathia praematurorum) 
Heutzutage können durch die hochentwickelte Technologie und die Stationen für Neugeborene immer mehr Babys am Leben erhalten werden, die mit Untergewicht  oder zu früh auf die Welt kommen. Allerdings verläuft die Entwicklung des Auges in der Phase nach der Geburt anders als die der anderen Organe. In den letzten 12 Wochen der Schwangerschaft beschleunigt sich die Entwicklung der Retinaschicht des Auges und der Blutgefäße und das ist eine wichtige Phase. Bei frühgeborenen Babys bleiben die Retina und die Blutgefäße kleiner als die Gebiete, die sie erreichen müssen und können sich nicht entwickeln.

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In der oberen Hälfte des Bildes sehen Sie gesunde, entwickelte Retinaadern und in der unteren Hälfte eine leere Zone ohne Blutgefäßbildung. 
Wenn das Baby auf die Welt kommt, bilden sich aus diesen unentwickelten Blutgefäßen anormale neue Blutgefäße. Diese neuen Blutgefäßbildungen neigen zu Blutungen und zu Netzhautablösung.

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Bei Neugeborenen Rethinopathie führen die kranken Blutgefäße zu Blutungen im Augeninneren, Retinarisse und zum Schrumpfen der Retina. 
Insbesondere bei frühgeborenen Babys, die mit einem Gewicht unter 1.500 g auf die Welt gekommen sind,  im Inkubator intensiv mit Sauerstoff behandelt wurden, Atemprobleme oder Blutungen im Kopfinneren oder Infektionen hatten oder an Anämie leiden, ist das Risiko für das Entstehen von Rethinopathie hoch. 
Babys, bei denen eine oder mehrere der vorstehend aufgezählten Kriterien zutreffen, sollten unbedingt einer detaillierten Retinauntersuchung unterzogen werden. Diese Retinauntersuchung sollte unbedingt und zwar nach 4 oder spätestens nach 6 Wochen nach der Geburt durchgeführt werden.

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Bei Neugeborenen-Rethinopathie sollte mit der indirekten Ophthalmoskopie-Methode eine detaillierte Retinauntersuchung durchgeführt werden.
Wenn Ihr Arzt bei diesen Untersuchungen ein Fortschreiten der Krankheit feststellen sollte,  kann er Ihnen eine Behandlung empfehlen. Die Neugeborenen-Rethinopathie wird mit Laser behandelt. Das Ziel hierbei ist es, bei der Neubildung der Blutgefäße die vorstehend erwähnten Komplikationen wie Blutungen und Risse zu verhindern.
In Fällen bei denen die Laserbehandlung keine Wirkung zeigt oder es für die Behandlung  bereits zu spät ist, kann es für die Blutungen oder Netzhautablösung eine Vitrektomie-Operation notwendig werden. 
Damit bei der Neugeborenen-Rethinopathie keine Notwendigkeit für Operationen aufkommt, müssen die zu früh geborenen Babys auf jeden Fall rechtzeitig einer Retina-Untersuchung unterzogen und anschließend die notwendigen Beobachtungen durchgeführt werden. 
Bei Kindern, die eine Neugeborenen-Rethinopathie hatten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bereits sehr früh eine Brille brauchen werden, höher als bei ihren Gleichaltrigen. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass sie ab ihrem 2-3 Lebensjahr auf Brillenbedarf untersucht werden. Bei Erwachsenen, die Neugeborenen-Rethinopathie hatten, liegt das Risiko für Netzhautablösung höher als normal. Deshalb müssen jährliche Kontrollen durchgeführt werden.