Kehlkopfkrebs

Wo befindet sich der Kehlkopf (Larynx)?: Der Kehlkopf fängt am Ende der Zunge, die den Boden unserer Mundhöhle bildet, also am Zungengrund an und führt vom vorderen Halsbereich bis zum Adamsapfel genannten, Schilddrüsen Ausbuchtung (Schildknorpel), in dem die Stimmbänder (Vokal Kord) geschützt werden und ist das ist der ringförmige, feste, runde Schildknorpel am Anfang der Stimmbänder. Dieses Organ, dass am Zungengrund, genauer, an dem Knochen an dem die Zungenmuskeln kleben, also dem Zungenbein und dem genau dahinterliegenden  Epiglottis, die als Deckel dazu dient, dass die Dinge, die wir schlucken nicht in unsere Lunge gelangt, anfängt und bis zur Luftröhre reicht, ist 4-8 cm lang und füllt unseren vorderen und mittleren Halsbereich aus, es verhilft uns zum Sprechen und hilft uns beim Atmen (siehe Figur). Außerdem sorgt es dafür, dass beim Schlucken, die Lebensmittel zur Speiseröhre hinter den Stimmbändern geleitet werden und beim Schluckvorgang, hochsteigend mit der Epiglottis, die sich schließenden Stimmbänder in sich bergen. 
Dieses wichtige Organ, das uns beim Atmen, Sprechen und Ernähren hilft, es birgt in sich die Muskeln, die unsere Stimmbänder funktionstüchtig machen und äußerlich, die Muskeln, die für die auf- und abwärts Bewegungen des Halses verantwortlich sind.  Die Stimmbänder (vokal Kord) sind zwei zarte Gewebe, haben die Pflicht die Grundfrequenz, für das Sprechen und Laute ausrufen, zu erzeugen. Für die Harmonisierung, Vergrößerung und Verschönerung der erzeugten Laute auf den Stimmbändern, sind der Rachen, der Mund und die Nase zuständig. Das so wichtige Organ mit so vielen Funktionen, die Larynx, wird von vielen verschiedenen Trauma und Irritationen heimgesucht und bleibt vielen Krebserregern ausgesetzt.

Was ist Krebs?
Krebs ist die Krankheit, bei der unsere Zellen auf Grund einer Veränderung unkontrolliert wachsen und sich ausbreiten. Durch die ständige Teilung der krankösen Zellen, entstehen Zellenknäuel, die man in der MedizinTumore nennt. Damit die Zellen ihre normale Konstitution verlieren und unkontrolliert wachsen, müssen sie über geraume Zeit reizenden, irritierenden Faktoren ausgesetzt sein oder es muss eine gewisse genetische Neigung in der Familie vorliegen.Die normalen Zellen in unserem Körper sind, wie unsere Körper selbst dem natürlichen Werdegang, Geburt, Wachsen, Vermehren und Sterben unterlegen. Wenn eine Zelle ihre normale Struktur verändert und zu einer Krebszelle wird, erringt sie gewisse Eigenschaften, die da wären:

  1. Krebszellen erreichen eine Unsterblichkeit, also sie vermehren sich unaufhörlich weiter und besetzen das betroffene Organ gänzlich.
  2. Normale Zellen bleiben beim Aufeinandertreffen mit anderen Zellengruppen stehen, wobei Krebszellen beim Aufeinandertreffen mit anderen Zellengruppen, versuchen diese Einzunehmen und zu Vernichten.
  3. Da Krebszellen sich immer weiter Vermehren, benötigen sie zu Wachsen Nährstoffe, die sie sich von neuen Adern, aus dem bestehenden Gefäßsystem besorgen.
  4. Die Krebszellen wandern, indem sie in die neuen Adern und deren Lymphe eindringen, in andere Bereiche unseres Körpers um dort andere Knäuel herzustellen, die man dann Metastasen nennt.

Die häufigsten Krebserkrankungen in unserem Land sind der Lungenkrebs, der Brustkrebs, Magenkrebs, Dickdarm und Blasenkrebs. Im Vergleich mit diesen Krebserkrankungen ist der Kehlkopfkrebs eher seltener und häufiger bei Männern festzustellen. Diese Krebsart, die mit dem Gebrauch von Tabak und Tabak Produkten in direktem Zusammenhang steht, war vorher bei Männern 5,6 mal häufiger an zu treffen als bei Frauen, aber mit der Steigerung des Zigaretten Konsums bei den Frauen beträgt diese Differenz nun nur noch 4,5. Die Anzahl der gerauchten Zigaretten erhöht prozentual das Krebsrisiko. Während, bei einer Person, die ein halbes Päckchen Zigaretten am Tag raucht, die Wahrscheinlichkeit an diesem Krebs zu erkranken, im Vergleich zu einer nicht rauchenden Person um 4,4 mal höher liegt, liegt die Wahrscheinlichkeit bei einer Person, die über 2 Päckchen am Tag raucht um 10,4 mal höher. Neben dem Zigaretten und Alkohol Konsum, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei Personen mit hohen Magensäure Reflux, Personen, die mit Farbe, Metall, Plastik und Petrochemie Gütern arbeiten ebenfalls sehr hoch.

Bei welchen Beschwerden sollten die Patienten aufpassen? Bei Krebserkrankungen in diesem Bereich leiden die Patienten häufig an Heiserkeit, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, Schluckbeschwerden, diese Personen sollten schnellst möglich eine Arzt aufsuchen. Bei Heiserkeit die nicht vorüber geht (länger als 15 Tage), bei Atmungsbeschwerden, lauter Atmung, Schwierigkeiten beim Sprechen (als sei die Mundhöhle voll), bei Blut in Speichel, oder wenn nur Blut ausgespuckt wird, sollten Sie sich untersuchen lassen. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Beulen am Hals kommen (Metastasen).

Untersuchung: Beim Larynx Krebs sollte erst ein Verdacht bestehen. Man sollte sich die Beschwerden des Patienten anhören, die Dauer der Beschwerden feststellen, plötzliche Gewichtabnahme erfragen, und den Zigaretten, Alkohol Konsum sowie die familiäre Krebsvorgeschichte zur Kenntnis nehmen. Beim Krebs ist das Ausschlaggebende die Zeit. Der Arzt, der den Patienten als erstes sieht, sollte die Befunde gut beurteilen und bei Verdacht den Larynx genau betrachten und an Stellen, wo die normale Struktur verändert ist, auf jeden Fall eine Biopsie anordnen und eine pathologischen Befund erstellen.

Die Therapie: Wie bei allen Krebserkrankungen, ist auch beim Larynxkrebs die Behandlung eine Team Arbeit. Beim Ansehen der Krankheit, der Biopsie, dem pathologischen Befund, bei der radiologischen Feststellung der Ausbreitung haben alle Kopf und Hals Onkologie Abteilungen ihren Beitrag zu leisten. Die speziellen Aufgaben der HNO Fachärzte besteht darin, die Krankheit festzustellen und den Patienten und die nahen Angehörigen zu informieren, die Biopsie anzufordern, beim pathologischen Befund behilflich zu sein, bei chirurgischen Eingriffen, die Eingriffsmethode zu bestimmen und nach der Operation den Patienten zu verfolgen und unter Aufsicht zu halten. Falls der Patient nicht für einen chirurgischen Eingriff in Frage kommt oder einer Operation nicht zustimmt, kann der HNO Facharzt, die Larynx und den Hals des Patienten auch während der radiologischen Therapie oder anderen Therapien, in regelmäßigen Abständen untersuchen. Wenn beim Larynxkrebs die Operationsentscheidung getroffen wird, kann der Larynx, auch durch Endo laryngealen Eingang, also ohne den Hals und die Larynx zu öffnen, durch den Mund, mit chirurgischen Geräten und Lasern gereinigt werden.  Bei Läsionen an einer Stelle oder in einer Dimension, die durch Endo laryngeale nicht herausgenommen werden können und beim Verdacht oder dem Befund von Hals Metastasen, bewegt man sich vom Hals an den Larynx und führt die Halsdissektion durch. Je nach Verbreitung kann der Larynx teilweise mit einer partiellen Laryngektomie oder ganz mit einer totalen Laryngektomie entfernt werden. Damit der Patient, nach einer totalen Laryngektomie atmen kann, muss eine bleibende Öffnung am Unterhals angebracht werden (trakeostoma). Das häufigste Kriterium für eine Entscheidung gegen die Operation ist diese bleibende Öffnung, doch diese Öffnung ist kein Hindernis für das Sprechen des Patienten nach dem Eingriff.  Das esofageal Sprechen, das mit einer kurzen Unterweisung beigebracht wird oder mit einer kleine Silikonprothese, die an Stelle des entfernten Larynx zwischen die Speise- und Luftröhre gesetzt wird, können die Patienten sprechen und ihr normales Leben weiterführen. Entgegengesetzt zu vielen anderen Krebserkrankungen, gibt der Larynxkrebs viele Vorzeichen für eine Früherkennung und die Behandlung verläuft somit, meist sehr erfolgreich.