Allergie

alerjik_rinit_1Das Wort „Allergie“ stammt aus dem Alt Griechischen und setzt sich aus den Wörtern „allos“ (Sonstiges) und „ergon“ (Arbeit) zusammen. Die Allergie ist die sensible Reaktion eines Menschen auf eine Substanz, bei der ersten Begegnung und später bei erneuter Begegnung, die Überreaktion des Körpers auf diese Substanz.

Fremde Substanzen die auf verschiedene Wege in den menschlichen Körper gelangen und im Blut eine spezifische Gegensubstanz entwickeln nennt man Antigen, die erzeugte Gegensubstanz nennt man Antikörper. Wenn dieses Antigen eine Allergie hervorruft, dann nennt man dieses Antigen Allergen. Nachdem fremde Substanzen auf irgendeine Weise in unseren Körper eindringen, zeigt unser Immunsystem um uns zu schützen, eine Reaktion auf diese fremd Substanz (z.B. beim Eindringen von Viren und Bakterien durch unsere Atemwege reagiert es mit Fieber); bei Allergikern, zeigt das Immunsystem auch beim Eindringen von nicht schädlichen Substanzen (Allergenen), eine Reaktion wie bei schädlichen Substanzen und verschieden allergische Reaktionen kommen zum Vorschein. 
Am Anfang unseres Lebens lernt unser Immunsystem Substanzen die in unseren Organismus eintreten kennen und speichert sie ab. Danach erzeugt es  gegen die fremden Substanzen (Allergene) Antikörper und hat somit immer eine passende Reaktion parat. Wann immer von da an das gleiche Allergen im Organismus erkannt wird, wird durch das Erinnerungsvermögen, die passende Reaktion gezeigt. Aus diesem Grund zeigt das Immunsystem bei Personen mit Heuschnupfen, jedes Jahr wenn die Pollen fliegen sofort und immer die gleiche Reaktion auf diese. 
Was bedeutet Rhinitis: Rhinitis ist die Entzündung der Schleimhaut, welche die Nasen Innenwände bekleidet. Es wird mit Nasenjucken, Niesen, flüssiger Nasenausfluss und Nasenverstopfung charakterisiert. Außerdem können Kopfschmerzen, Geruchsverlust und Bindehautentzündungen mit einhergehen.

Die allergische Rhinitis ist keine lebensgefährliche Erkrankung, aber es beeinflusst die Lebensqualität doch erheblich. Die allergische Rhinitis kann bei Erwachsenen zu einem Arbeitstag und bei Kindern zu einem Schultag versucht führen, darüber hinaus ist ihre Behandlung sehr teuer, somit verursacht es finanzielle Verluste. Deshalb ist die Diagnose und Behandlung der allergischen Rhinitis sehr wichtig. 
alerjik_rinit_2Was kann Allergien auslösen: Es gibt viele bekannte aber auch noch unbekannte Ursachen für Allergien. Die am häufigsten beobachteten Auslöser sind Staub, Pollen, Schimmelpilze, Lebensmittel (Milch, Eier, Erdbeeren, etc.), chemische Stoffe und Haustiere. 
Welche Symptome sind zu beobachten: Die HNO Symptome bei Allergien sind, Nasenlaufen, Niesen, Nasenverstopfung, Juckreiz, Nasentröpfeln, Kehlkopfreizung, chronisches Husten, Druckgefühl im Mittelohr. Bei Allergikern sind im Vergleich zu nicht Allergikern viel öfter Sinusitis, Nasenmuschel Hypertrophie oder Polypen, Asthma und Haut Reaktionen zu beobachten. 
Was wird bei der Untersuchung festgestellt: Bei allergischen Rhinitis Patienten ist bei der Untersuchung sofort eine laufende Nase festzustellen. Außerdem kann man in den Nasenhöhlen eine verblasste Färbung, einen erhöhten, durchsichtigen Ausfluss, Ödeme (Schwellungen), und eventuell Polypen beobachten. Manchmal ist die Naseninnenraum Ansicht schon vor dem Anhören der Patientenbeschwerden zum Erstellen einer Diagnose ausreichend. Bei Ansicht der Mundhöhle kann man Nasentröpfeln und Pharyngitis feststellen. 
Welche Tests werden durchgeführt: Wenn nach der Untersuchung der Verdacht auf eine Allergie besteht, wird häufig ein Hauttest durchgeführt. Doch man muss sagen, dass das negative Ergebnis dieses Tests, nicht bedeutet, dass der Patient nicht Allergiker ist. Beim Hauttest ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein nicht getestetes Allergen Reaktionen verursacht oder das ein Allergen, welches durch die Haut aufgenommen wird keine Reaktion auslöst, aber das gleiche Allergen durch die Atemwege aufgenommen, eben doch eine Allergie verursacht, sehr hoch. Durch den Hauttest kann man aber feststellen, welche Substanz eine Allergie auslöst und in welchem Umfang diese Allergie ist. Andererseits kann man auch den Immunglobulin E Wert im Blut messen. Außerdem gibt es alternativ zum Hauttest,  zuverlässigere, aber schwerer durchführbare und teurere Bluttests. 
Wie wird die Diagnose gestellt: Das Wichtigste bei der Diagnose für allergische Rhinitis sind die Patientenbeschreibungen (Anamnese) und die Untersuchungsbefunde. Wenn nach diesen Kriterien eine Allergie Diagnose ermöglichen, gilt der Patient als Allergiker. Der Hauttest und die Bluttests dienen zum Feststellen, gegen was der Patient allergisch ist. Auch wenn die Test Resultate negativ sind, fängt man mit der Allergie Behandlung an. 
Welche Behandlung erfolgt: 
Es gibt 3 Hauptkategorien in der allergischen Rhinitis Behandlung.

1-Allergie Prävention 
2-Medikamentöse Behandlung 
3-Immuntherapie (Impfbehandlung)

Die Allergie Prävention ist die Grundbehandlung der allergischen Rhinitis. Nur das, dies generell nicht durchführbar ist. Faktoren, wie die unzureichende Allergie Feststellung, die Allergie gegen mehr als einer Substanz und auch wenn genauer Feststellung der Allergie, die Unmöglichkeit, den Patienten von dieser Substanz fernzuhalten, sind behandlungserschwerend. Doch gibt es dennoch Maßnahmen, die der Patient ergreifen kann. 
-Sich nicht in staubiger und verrauchten Bereichen aufhalten, wenn es unausweichlich ist eine Maske tragen 
-Wärme und Luftfeuchtigkeit in Räumen kontrollieren 
-In Jahreszeiten mit hohem Pollenflug, sich viel in Innenbereichen aufhalten und Türen und Fenster geschlossen halten 
-Im häuslichen Bereich an Stelle von Teppichen, Läufern und Decken, mehr Leder, Vinlex und Plastik benutzen 
-Im häuslichen Bereich auf Pflanzen und Haustiere verzichten 
-Spezielle Allergiker Bettwäsche und Laken benutzen, falls es nicht möglich ist, alle Laken und Bettwäsche regelmäßig mit heißem Wasser waschen 
-Einen Staubsauger, der keinen Staub nach außen abgibt, benutzen 
-keine Stofftiere 
-Der Patient sollte beobachten, in welchen Situationen die Beschwerden zu- oder abnehmen und diesbezüglich eigene Maßnahmen ergreifen 
rhinolight_smallBei der medikamentösen Behandlung werden generell Antihistaminika eingesetzt. Diese Stoffe Vermindern die Histamin welche eine Rolle bei den allergischen Reaktionen spielen. Allgemein sind sie sehr hilfreich. Sie sind noch hilfreicher, wenn sie vor dem Kontakt mit den Allergenen eingenommen werden. Sie vermindern speziell den Juckreiz, den Ausfluss und das Niesen. Aber welches Antihistamin für den Patienten geeignet ist, wird durch das Ausschlussverfahren ermittelt. Wenn die Wirkung des Antihistamins nachlässt, muss es durch ein anderes ersetzt werden. Die wichtigsten Nebenwirkungen dieser Medikamente sind Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, Herzklopfen, schmerzhafter Harndrang, Augendruck. Aber bei den neueren Antihistaminika sind diese Nebenwirkungen erheblich vermindert worden. 
Nach den Antihistaminika vertraue ich persönlich am meisten auf die Kortikosteroide (Kortison). Diese Medikamente sind bei oraler oder subkutaner Anwendung sehr wirksam, haben aber die Nebenwirkungen sind aber auch sehr hoch. Aus diesem Grunde werden häufig Nasensprays eingesetzt. Bei Nasensprays sind die Nebenwirkungen gering und die Wirksamkeit dennoch gut. 
Außerdem gibt es Decongestiva genannte Nasensprays und Cromolyn genannte Medikamente gegen allergische Reaktionen. 
Bei der Immuntherapie (Impfbehandlung) wird mit der Injektion von niedrigen Dosen der allergieerzeugenden Substanz, damit der Organismus des Patienten sich an die Substanz gewöhnt, so dass der Körper keine allergische Reaktion mehr zeigt. Aber es werden oft keine guten Resultate mit dieser Behandlung erzielt. Die Behandlung fängt mit einer Injektion in der Woche an und muss jahrelang fortgeführt werden. In manchen Fällen werden gute Ergebnisse erzielt, aber es wird häufig nicht empfohlen. 
In welchen Fällen wird zu einer Operation geraten: Bei allergisch bedingter Polypen Bildung und chronischer Sinusitis, welche nicht auf die medikamentöse Behandlung anspricht, kann eine Operation erforderlich sein.